Pferdeklinik Barkhof
Dr. med. vet. Heinz Jaugstetter

Siemensstrasse 4
D-27367 Sottrum-Barkhof

Tel.: +49 (0) 4264 83669-0
Fax: +49 (0) 4264 83669-29


Geschäftszeiten:

Klinik
Mo.-Fr. 08.00 - 13.00h
Mo.-Do. 15.00 - 18.00h
Fr. 14.00 - 17.00h

Fahrpraxis
Mo.-Fr. 08.00 - 18.00h

Notfälle: 0160-97031893
(täglich rund um die Uhr)
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EU-Samendepot für Pferde

Am 31. März 2011 erteilte uns das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die Zulassung als EU-Samendepot für Pferde, das uns insbesondere auch den innergemeinschaftlichen Handel mit Samen ermöglicht. Der verantwortliche Tierarzt ist Herr Dr. Heinz Jaugstetter.

Embryo-Entnahmeeinheit

Am 21. März 2011 erteilte uns die Landwirtschaftskammer Niedersachen die Erlaubnis zum Betrieb einer Embryo-Entnahmeeinheit für die Tierart Pferd. Die tierärztlich-fachliche Leitung hat Herr Dr. Heinz Jaugstetter.

Zucht mit Konzept

Für eine moderne und effiziente Zucht wird ein gezieltes gynäklogisches Management der Stute mehr und mehr zur Notwendigkeit.
Die Pferdeklinik Barkhof bietet Ihnen das technische und medizinische know-how in Kombination mit einer optimalen Betreuung Ihrer Stuten hinsichtlich Besamung und Beurteilung des verwendeten Spermas.

Auf der Basis unserer wissenschaftlichen und praktischen Erfahrung sowie der langjährigen Zusammenarbeit mit Fachinstitutionen weltweit, wird für jede Problemstute ein individueller Therapieplan anhand des beschriebenen Untersuchungsprotokolls entwickelt. Diesen setzen wir dann entweder direkt in unserer Klinik oder in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Haustierarzt um.

Die klinisch-gynäkologische Untersuchung beinhaltet neben der äußeren Adspektion der Genitalien, welche bereits wertvolle Hinweise auf Funktion oder Erkrankung des Geschlechtstraktes liefert, eine spezielle innere Untersuchung. Eine weitere Diagnosestellung ist mit der anschließenden transrektalen Untersuchung möglich. Zusätzlich wird bei allen Stuten - mit Ausnahme der Maidenstuten - ein Zervixtupfer zur mikrobiologischen Untersuchung entnommen, um die Genitalgesundheit vor der Besamung zu bestätigen. So kann in der Rosse eine Aussage über den Keimgehalt in der Gebärmutter getroffen werden. Gleichzeitig erfolgt eine vaginale Untersuchung zur Kontrolle der Portio Vaginalis (äußerer Muttermund) auf Verletzungen, Form und Öffnungsgrad.

Zu den weiterführenden Untersuchungen zählt die sog. Hysteroskopie, die Betrachtung des Uteruslumens mit einem über die Zervix eingeführten, flexiblen Endoskop. Mit dieser Methode können wertvolle Erkenntnisse über die o.g. Untersuchungen hinaus gewonnen und entsprechende therapeutische Schritte, wie die Entfernung von Endometriumszysten, durchgeführt werden.

Stutenmanagement

Wer heute als Züchter betriebswirtschaftlich erfolgreich sein will, der darf in der Betreuung und Besamung seiner Stute nichts mehr dem Zufall überlassen. Vielmehr gilt es, alle Einflussfaktoren zu kontrollieren und ein aktives Stutenmanagement zu betreiben. Nur so ist sichergestellt, dass die Stute mit möglichst geringem Aufwand so schnell als möglich tragend wird. Diese Kontrolle erstreckt sich sowohl auf die Eigenschaften der Rosse als auch auf die Auswahl der hinsichtlich Qualität und Preis des Samens geeigneten Besamungstechnik. Besondere Bedeutung kommt auch dem Zeitraum zwischen Feststellung der Trächtigkeit und der Geburt des Fohlens zu.  Nur ein individuell abgestimmtes Haltungs- und Betreuungs-Programm kann zuverlässig Aborte oder Fehlstellungen beim Fohlen vermeiden.

Problemstuten

Als „Problemstute“ bezeichnet man eine zwar gesunde Stute, die jedoch von einem fruchtbaren Hengst während drei oder mehr Rossen in einer Saison erfolglos besamt wurde, oder die mehrere Saisons hintereinander von verschiedenen Hengsten güst geblieben ist. Auch zählt man Stuten dazu, die unregelmäßige oder sogar „leise“ Rossen zeigen, sodass der richtige Besamungszeitpunkt immer eine Herausforderung darstellt.
In unserem Problemstuten-Management erheben wir zunächst sehr sorgfältig die gesamte reproduktive Vorgeschichte Ihrer Stute und verfolgen einen kompletten Zyklus (+/- 21 Tage). Auf der Basis dieser Informationen entwickeln wir dann einen individuellen und umfassenden Behandlungsplan für Ihre Stute.

Reproduktionstechnologien

Befruchtungsprozeß im Elektronenmikroskop

Die dem Tierarzt heute zur Verfügung stehenden technischen Mittel eröffnen uns noch bis vor kurzem unvorstellbare Möglichkeiten in der Pferde-Reproduktion. Dies gilt nicht nur für die Behandlung von Problemstuten und unfruchtbaren Hengsten, sondern vor allem für die betriebswirtschaftliche Optimierung der Zucht.
Für Züchter, die den i.d.R. teureren gefrorenen Samen einsetzen möchten, bietet die intracornuale Besamung (evtl. mit Endoskopie) die besten Erfolgsaussichten. Eine weitere Möglichkeit stellt die gezielte Manipulation zur Qualitätsverbesserung weniger fruchtbaren Samens dar, um die Aussichten auf eine Trächtigkeit der Stute zu erhöhen.

Endoskopische Besamung

Die endoskopische Besamung hat in den letzten Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen. Bei dieser Methode wird ein flexibles Endoskop  in die Scheide der Stute eingeführt und bis zum Muttermund (Cervix) vorgeschoben. Danach wird ein Katheter durch den Arbeitskanal des Endoskops zum Muttermund vorgeschoben und unter Sichtkontrolle bis zur Eileitermündung geführt. Im Gegensatz zur herkömmlichen Besamung mittels Katheter geschieht die endoskopische Besamung unter visueller Kontrolle.
Nach Erreichen des Muttermundes wird die Besamungsdosis durch den Katheter direkt am Eileitereingang abgesetzt. Durch dieses Verfahren haben die Spermien den Weg vom Muttermund bis zum Eileiter bereits überwunden.
Beim Einsatz der Gebärmutter-Endoskopie wird gleichzeitig die Gebärmutter von innen betrachtet. So können u.a. Veränderungen der Schleimhaut, Zysten, Verklebungen und Entzündungsherde diagnostiziert werden.

Embryotransfer

6 Tage alter Embryo im Elektronenmikroskop

Embryotransfer ist die Gewinnung von Embryonen aus einem Spendertier und deren Übertragung auf eine Leihmutter, die sowohl Trächtigkeit als auch Aufzucht übernimmt.
In diesem Verfahren wird das Spendertier genau so besamt wie eine normal Zuchtstute, mit dem Unterschied, dass 7 Tage später eine Gebärmutterspülung durchgeführt wird, um das Embryo zu gewinnen. Der nächste Schritt ist dann die sorgfältige Beurteilung der Qualität des Embryos. Nur, wenn es allen Anforderungen entspricht, wird es anschließend durch den Muttermund an die Empfängerstute übertragen. Die Empfängerstute befindet sich in einem vergleichbaren Stadium der Rosse wie das Spendertier, sodass sie die Trächtigkeit möglichst reibungslos übernehmen kann.
Die Empfängerstute kann vom Kunden geliefert oder von uns in eine Empfängerherde verschickt werden, wo Sie eine Leihstute mieten oder auch kaufen können.

Der Embryotransfer eignet sich  für verschieden Zielgruppen:
- Stuten zwischen 4 und 12 Jahren mit einem guten Sportpotenzial, die nicht zur Fohlen-produktion pausieren sollen;
- reine Zuchtstuten, deren Fohlen einen sehr hohen Verkaufswert erzielen, sodass mittels Embryotransfer mehr Fohlen und von verschieden Hengsten in einer Saison  produziert werden können.

Eine optimale Haltung und tierärztliche Betreuung ist für den Erfolg des Embryotransfer-Programms von entscheidender Bedeutung. Hier stehen wir Ihnen direkt in unserer Klinik und in enger Zusammenarbeit mit Ihrem Haustierarzt zur Seite.


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